Brunhilde Irber

Brunhilde Irber (geb. Klessinger) ist eine deutsche Politikerin und war Bundestagesabgeordnete der SPD.

Sie wurde am 27.Juli 1948 in Pleinting Nähe Passau geboren. Nach ihrem Realschulabschluss 1964 begann Irber eine Ausbildung zur Kinderpflegerin und Hauswirtschafterin. Nach einem Jahr wechselte sie jedoch an das Landratsamt Vilshofen und absolvierte dort eine Lehre zur Verwaltungsfachangestellten. Bis 1968 war Irber in Vilshofen tätig, bevor sie zum Kreiskrankenhaus Osterhofen wechselte. Von 1970 bis 1992 arbeitete sie schließlich bei der Stadt Osterhofen und leitete hier unter anderem das Kultur - und Fremdenverkehrsamt.

Seit 1971 ist Irber Mitglied in der SPD und wurde später Vorsitzende der Partei des Kreisverbandes Deggendorf, des Unterbezirks Deggendorf und des Bezirks Niederbayern. Sie gehörte unter anderem auch dem Kreistag im Landkreis Deggendorf und dem Osterhofener Stadtrat an.

Von 1994 bis 2009 war Brunhilde Irber Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Stets ist sie über die SPD-Landesliste des Freistaates Bayern in den Bundestag gewählt worden, ihr Wahlkreis war jedes Mal Deggendorf. Im bundesdeutschen Parlament war sie Mitglied in den Ausschüssen für Tourismus und Auswärtiges. In der Arbeitsgruppe für Tourismus der SPD-Bundestagsfraktion fungierte sie von 1998 bis 2005 als Sprecherin. Außerdem war sie auch deren afrikapolitische Sprecherin. Von 2005 bis 2007 war sie Vorstandsmitglied der Bundestagsfraktion der SPD. Am 29.Juni 2004 wurde Irber Opfer einer Briefbombe von Johann Lang, der später als der Briefbombenattentäter von Hutthurm bekannt wurde. Der Sprengstoff wurde allerdings vor der Öffnung des Briefes bemerkt und die Detonation konnte verhindert werden. Neben ihrer Tätigkeit als Abgeordnete war sie von 1996 bis 2002 stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen.

Außerdem ist Brunhilde Irber Gründungsmitglied der Bundestagsgruppe "Frei fließende Flüsse". Die parteiübergreifende Gruppe hat 41 Abgeordnete als Mitglieder zu verzeichnen und verfügt über 90 eingetragene Vereine, Verbände und Einzelpersonen als Unterstützer. Irber wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt.

Für ihr politisches und gesellschaftliches Engagement wurde sie 2003 mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet. 2005 erhielt Brunhilde Irber zudem den Bayerischen Verdientstorden, dem höchsten Verdienstorden des Freistaates Bayern.

Sie ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. Irber lebt in Osterhofen in Niederbayern.


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